Toms Welt

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Amanda wer?

Also ich muss dazu sagen, dass ich Musik einfach so höre und gut ist. Keine Ahnung, wer grad in oder out ist oder sogar welche 5027 Musikrichtungen es gibt.

amandapalmer

Aber im gulli habe ich von Amanda Palmer gelesen. Sie hat in 10 Stunden rund 19.000 $ verdient. Und verdient ist hier wörtlich zu sehen, denn sie hat tatsächlich dafür gearbeitet. Direkt mit ihren Fans. Ohne Label und Musikmafia.

Die Musik wandelt sich im digitalen Zeitalter von der "Geldmaschine" hin zu einem richtigen "Job", den jeder Künstler genauso gewissenhaft und regelmäßig ausführen muss, wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Vielleicht ist gerade dies der springende Punkt, wieso so viele Fans bereitwillig Geld für Palmer ausgeben.

Geht doch! u1F44F.svgz
Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, was sie eigentlich für Musik macht... u1F601.svgz

Der Fall Jammie Thomas

Jammie Thomas lebt in den USA und wurde gerade zu 1,92 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt, weil sie 24 Musiktitel per KaZaA verbreitet haben soll. Auf die 24 bezog sich die Klage. Ok, das hat sie wohl tatsächlich, denn ihre "Ausreden" sind nicht sehr glaubhaft. Das macht 80.000 Dollar pro Stück! Ich denke es ist unmöglich eine solche Summe zu bezahlen. Das Leben der Frau und das ihrer zwei Kinder dürfte damit keine gute Zukunft haben.

Die Musikindustrie lebt in ihrer eigenen Welt und fordert völlig absurde Summe, ohne auch nur den Hauch einer nachvollziehbaren Erklärung dafür zu liefern.
Der Richter macht nur, was die Geschworenen sagen. Ist eben so in den USA.
Die Geschworenen haben das Leben einer Frau zerstört und sind der Musikindustrie in den A... gekrochen. Selbst bei gleichlautendem Schuldspruch läge die niedrigsmögliche Summe bei 750 Dollar pro Stück, macht 18.000, und wäre immer noch ein beachtlicher Happen gewesen. Wie können diese Menschen morgens noch in den Spiegel schauen? Oder wurden sie so gut bezahlt, dass ihr Gewissen damit abgeschaltet wurde?
Das Urteil scheint selbst der Musikindustrie peinlich zu sein, denn sie fürchtet um ihren Ruf, der eh schon kaum noch vorhanden ist.

Keine Schönheit in Deutschland

personalien_schoenheit

Wenn jemand das nächste mal ein Gedicht aufsagen will oder muss, sollte er es sich genau überlegen. Zumindest wenn es das folgende ist.

An die Schönheit (1904)
Ernst Stadler

So sind wir deinen Wundern nachgegangen
wie Kinder die vom Sonnenleuchten trunken
ein Lächeln um den Mund voll süßem Bangen

und ganz im Strudel goldnen Lichts versunken·
aus dämmergrauen Abendtoren liefen.
Fern ist im Rauch die große Stadt ertrunken·

kühl schauernd steigt die Nacht aus braunen Tiefen.
Nun legen zitternd sie die heißen Wangen
an feuchte Blätter die von Dunkel triefen

und ihre Hände tasten voll Verlangen
auf zu dem letzten Sommertagsgefunkel
das hinter roten Wäldern hingegangen —

ihr leises Weinen schwimmt und stirbt im Dunkel

Das kann schon mal zum Einschreiten unserer Freunde und Helfer führen wie es dem „Zentrum für Politische Schönheit“ ergangen ist. Das sind Aktionskünstler, keine Terroristen! Sie stehen im September bei den Bundestagswahlen auf den Stimmzetteln.

Aber es ist ja so leicht, alles zu verbieten was man nicht versteht...

Wir bauen uns eine Atombombe

Der Bundestag hat neue Anti-Terror-Paragraphen verabschiedet. Da trifft es sich gut, dass ich nach Jahren die Anleitung wiedergefunden habe. Man kann ja nie wissen. Ist das jetzt ziviler Ungehorsam? Oder klingelt heut abend das BKA bei mir? u1F601.svgz

  1. Besorgen Sie sich zunächst etwa 100 Pfund (50 Kilo) waffengeeignetes Plutonium von Ihrem örtlichen Lieferanten. Ein Atomkraftwerk oder eine Wiederaufbereitungsanlage empfiehlt sich hierfür nicht, da das Fehlen von größeren Mengen Plutonium die Ingenieure, die dort arbeiten, recht unglücklich machen kann. Wir schlagen Ihnen vor, sich mit der örtlichen Terroristenorganisation oder vielleicht mit den jungen Unternehmern in Ihrer Nachbarschaft in Verbindung zu setzen.
  2. Bitte denken Sie daran, dass Plutonium, insbesondere reines, angereichertes Plutonium, ein wenig gefährlich ist. Waschen Sie nach dem Basteln Ihre Hände mit Seife und warmen Wasser, und erlauben Sie Ihren Kindern oder Haustieren nicht, im Plutonium zu spielen oder es zu essen. Übrig gebliebener Plutoniumstaub eignet sich hervorragend, um Insekten zu vertreiben. Sie können die Substanz gerne in einem Bleibehälter aufbewahren, wenn Sie auf Ihrem örtlichen Schrottplatz gerade etwas geeignetes finden. Aber eine alte Keksdose tut's eigentlich genauso gut.
  3. Formen sie jetzt ein Metallbehältnis, in dem Sie die Bombe zu Hause aufbewahren können. Die meisten handelsüblichen Metallfolien können so gebogen werden, dass man den Behälter als Briefkasten, Henkelmann oder VW-Käfer tarnen kann. Benutzen Sie keine Alufolie.
  4. Ordnen Sie das Plutonium in zwei Halbkugeln an, die etwa 4 cm voneinander entfernt sind. Benutzen sie z.B. Pattex, um den Plutoniumstaub zusammenzukleben.
  5. Nun besorgen Sie sich 200 Pfund (100 Kilo) Trinitrotoluol (TNT). Ein guter Plastiksprengstoff ist zwar viel besser, macht aber auch viel mehr Arbeit. Ihr hilfsbereiter Hardware-Spezialist wird Sie sicher gerne damit versorgen.
  6. Befestigen Sie das TNT auf den Halbkugeln, die Sie in Schritt 4 geformt haben. Falls Sie keinen Plastiksprengstoff bekommen konnten, scheuen Sie sich nicht, das TNT mit Uhu oder Fixogum oder irgendeinem Modellbaukleber festzumachen. Sie können auch gefärbten Klebstoff verwenden, aber man muss hier nicht unbedingt übertreiben.
  7. Verstauen Sie nun das Ergebnis Ihrer Bemühungen aus Schritt 6 in dem Behälter aus Schritt 3. Benutzen Sie jetzt einen starken Klebstoff wie z.B. Acrylkleber, um die beiden Halbkugeln sicher im Briefkasten zu befestigen. Sie vermeiden so eine zufällige Detonation, die durch Vibrationen oder falsche Behandlung ausgelöst werden könnte.
  8. Um die Bombe zur Explosion zu bringen, besorgen Sie sich eine Fernsteuerung, wie man sie für Modellflugzeuge und kleine Autos verwendet. Mit geringer Mühe kann man einen ferngesteuerten Kolben bauen, der auf eine Sprengkapsel schlägt und so eine kleine Explosion auslöst. Diese Sprengkapseln finden Sie in der Elektroabteilung Ihres Supermarktes. Wir empfehlen "Platzbald", weil dies pfandfreie Einwegkapseln sind.
  9. Verstecken Sie jetzt die fertige Bombe vor Nachbarn und Kindern. Ihre Garage ist dafür ungeeignet, weil sie meist sehr feucht ist und die Temperatur erfahrungsgemäß stark schwankt. Es hat sich gezeigt, dass Atombomben unter instabilen Bedingungen spontan detonieren. Der Geschirrschrank oder der Platz unter der Küchenspüle ist dagegen vorzüglich geeignet.

Jetzt sind Sie der stolze Besitzer einer funktionstüchtigen thermonuklearen Bombe! Sie ist DER Party-Gag und dient im Notfall der nationalen Verteidigung.

So funktioniert es:
Im Prinzip wird die Bombe gezündet, wenn das explodierende TNT das Plutonium zu einer kritischen Maße zusammenpresst. Die kritische Maße führt dann zu einer Kettenreaktion, ähnlich derjenigen umfallender Dominosteine. Die Kettenreaktion löst dann prompt eine große thermonukleare Reaktion aus. Und schon haben Sie Ihre 10-Megatonnen-Explosion!

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