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Neues von Jammie Thomas

Es gibt Neuigkeiten im Fall Jammie Thomas. Sie hatte ja 20 Musiktitel "verbreitet" und wurde dafür für zu 1,92 Mio. Dollar Schadensersatz verurteilt. Der Richter hat nun den "Preis" pro Titel von 80.000 auf 2.250 Dollar herabgesetzt. Er wäre auch gern noch tiefer gegangen, muss sich aber an die Entscheidung der Jury halten. So ergibt das nun noch 54.000 Dollar Strafe. Immerhin 97 % weniger aber noch 3 % zu viel für die Musikmafia. Das ist aber nur meine persönliche Meinung.

[via gulli]

Amanda wer?

Also ich muss dazu sagen, dass ich Musik einfach so höre und gut ist. Keine Ahnung, wer grad in oder out ist oder sogar welche 5027 Musikrichtungen es gibt.

amandapalmer

Aber im gulli habe ich von Amanda Palmer gelesen. Sie hat in 10 Stunden rund 19.000 $ verdient. Und verdient ist hier wörtlich zu sehen, denn sie hat tatsächlich dafür gearbeitet. Direkt mit ihren Fans. Ohne Label und Musikmafia.

Die Musik wandelt sich im digitalen Zeitalter von der "Geldmaschine" hin zu einem richtigen "Job", den jeder Künstler genauso gewissenhaft und regelmäßig ausführen muss, wie jeder andere Arbeitnehmer auch. Vielleicht ist gerade dies der springende Punkt, wieso so viele Fans bereitwillig Geld für Palmer ausgeben.

Geht doch! u1F44F.svgz
Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, was sie eigentlich für Musik macht... u1F601.svgz

Der Fall Jammie Thomas

Jammie Thomas lebt in den USA und wurde gerade zu 1,92 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt, weil sie 24 Musiktitel per KaZaA verbreitet haben soll. Auf die 24 bezog sich die Klage. Ok, das hat sie wohl tatsächlich, denn ihre "Ausreden" sind nicht sehr glaubhaft. Das macht 80.000 Dollar pro Stück! Ich denke es ist unmöglich eine solche Summe zu bezahlen. Das Leben der Frau und das ihrer zwei Kinder dürfte damit keine gute Zukunft haben.

Die Musikindustrie lebt in ihrer eigenen Welt und fordert völlig absurde Summe, ohne auch nur den Hauch einer nachvollziehbaren Erklärung dafür zu liefern.
Der Richter macht nur, was die Geschworenen sagen. Ist eben so in den USA.
Die Geschworenen haben das Leben einer Frau zerstört und sind der Musikindustrie in den A... gekrochen. Selbst bei gleichlautendem Schuldspruch läge die niedrigsmögliche Summe bei 750 Dollar pro Stück, macht 18.000, und wäre immer noch ein beachtlicher Happen gewesen. Wie können diese Menschen morgens noch in den Spiegel schauen? Oder wurden sie so gut bezahlt, dass ihr Gewissen damit abgeschaltet wurde?
Das Urteil scheint selbst der Musikindustrie peinlich zu sein, denn sie fürchtet um ihren Ruf, der eh schon kaum noch vorhanden ist.