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Pfarrer (sc)haut der Kirche auf die Finger

Ein Pfarrer bekommt für seine Sonntagspredigt Beifall. Denn er hat endlich mal das gesagt, was die Gläubigen von ihrer Kirche hören wollen. Das macht er ziemlich ohne Blatt vor dem Mund.

Die katholische Kirche ist die absoluteste Monarchie der Welt, in der ein Mann das Sagen hat - und allen anderen wird der Mund verboten.

Gerade mit Blick auf die Missbrauchsfälle fordert er mehr als das momentane "erbärmliches Flickwerk" und die "schönfärbende Tünche". Aber er findet auch Worte zur Rolle der Frau in der katholischen Kirche. Durchweg lesenswert. Vor allem für die ganzen weg schauenden und schweigenden Bischöfe, denen das Ansehen ihrer Kirche wichtiger ist als die Opfer.

Katholischer Missbrauch

Die katholische Art Missbrauchsopfern noch einen Extratritt zu geben u1F620.svgz

  • Priester missbraucht Kinder in Essen
  • Priester wird 1980 nach München versetzt
  • Priester wird 1986 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu 1,5 Jahren Knast verurteilt
  • Priester wird nach Entlassung wieder in einer Gemeinde eingesetzt, bis heute, in Oberbayern

1980 war dort unten übrigens Papst Bene Erzbischof, hat aber angeblich von nichts gewusst, da die Entscheidung weiter unten vom damaligen Generalvikar Gerhard Gruber getroffen wurde. Dem tut das nun natürlich auch leid. Glaub ich ihm sogar. Allerdings war diese Entwicklung nicht unvorhersehbar. Und wer hat hat den Täter nach der Haft wieder eingestellt?

[via spon]

Warum die Diskussion um eine Aufhebung des Zölibat völlig am Thema vorbei geht hat Michael Jäger beschrieben: Mein Peiniger war verheiratet...

Die Typen stehen auf Kinder, was sollen sie mit ner Frau? Diese Neigung ist genauso wenig heilbar wie Homosexualität. Diese Leute müssen lernen sie zu kontrollieren. Dummerweise denken viele, dass es reicht Priester zu werden. Das ist allerdings die falsche "Therapie". Wenn sie zu Tätern werden, haben sie für ihre Taten gerade zu stehen. Ohne Verjährung. Bei den Opfern verjährt auch nichts.

Erzbischof Zollitsch: Ehe ist schlecht

Denn in Familien werden noch viel mehr Kinder missbraucht als durch Priester!

Anders ausgedrückt: Die anderen sind viel schlimmer, also brauchen wir nichts unternehmen. Sagt Erzbischof Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Das gibt glatte 5 Punkte auf meiner "warum ich mir meine Kirchensteuer besser sparen sollte"-Liste. u1F620.svgz

[via telepolis]

Das Papst zum Missbrauch

Ich zitiere einfach mal komplett den Fefe:

1962 schickte Papst Johannes XXIII Instruktionen um die Welt, dass in Fällen von Kindesmißbrauch die Opfer zu Stillschweigegelübden bewegt werden sollen. Und 2005 hat dann der Präfekt der Glaubenskongregation explizit darauf hingewiesen, dass diese Instruktionen nach wie vor gelten. Dieser Präfekt, das war ein gewisser Herr Ratzinger, den man inzwischen auch als Benedikt (HAHA!) kennt. Ich spare mir mal das Gemecker darüber, was ich von der katholischen Kirche halte. Die Fakten sprechen ja für sich. (via)

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Ein weiterer Strich auf der Liste "warum ich mir meine Kirchensteuer sparen sollte".

Bischof Mixa, bitte schweig

In Berlin fing es an. Am Canisius-Kolleg, einer katholischen Schule, die von Jesuiten-Patern betrieben wird gab es vor Jahren Kindesmisshandlungen durch eben diese "heiligen" Männer. Das kam nun endlich raus. Andere Fälle folgten.

Nun meldet sich Bischof Mixa zu Wort und meint doch allen ernstes:

Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig.

F!XMBR meint dazu:

Mehr als 2000 Jahre Kirche und diese Heuchler schaffen es immer noch innerhalb kürzester Zeit jede ihrer Predigten stante pede ad absurdum zu führen.

Das triffts ziemlich gut, finde ich.

Anstatt diese Fälle restlos aufzuklären und die Kinderschänder nicht nur an andere unwissende Schulen zu versetzen wird nach Ausreden gesucht. u1F620.svgz Sehr "glaub"haft Herr Mixa. Und ein Strich mehr auf der Liste, "warum ich mir meine Kirchensteuer sparen sollte".

Dabei verlangt der Papst doch Ehrlichkeit von den Bischöfen.



Zensursulas ferne Länder

Zensursula wollte ja das Internet zensieren/sperren weil es dort böse Seiten gibt, die man sonst nicht los wird. Ihre Versuche Indien und Kasachstan an den Pranger zu stellen erwiesen sich schnell als Unsinn (wie der Rest ihres Geredes auch). Denn auch in diesen Ländern gibt es Gesetze gegen Kindesmisshandlung. Kinderpornografie ist es ja nicht. Also werde ich es hier auch nicht mehr so nennen.

Aber das Internet muss ja zensiert werden weil die Seiten auf Servern in fernen Ländern liegen, die man nicht mit Löschanträgen erreicht. Beispiele? Bitte:

An erster Stelle benennt die dänische Polizei mit 1148 Servern die USA, bereits an zweiter Stelle listete sie Deutschland mit 199 Servern. An dritter Stelle folgten die Niederlande mit 79 Servern, an vierter Stelle Kanada mit 57 Servern sowie Russland an fünfter Stelle mit 27 Servern.

Übrigens:

Die Hintergrundinformationen des  BKA lagen der SPD-Bundestagsfraktion bereits am 9. Juni vor – am 18. Juni wurde das Gesetz verabschiedet.

Mit voller Unterstützung der SPD. Und aktuell wollen sie es nie gewollt haben? Die kennen nicht mal ihre eigenen Meinungen. Ist auch schwer, wenn sie sich täglich ändern.

[via heise.de]

Der kleine Unterschied

Das Zugangserschwernisgesetz, oder auch Wir-zensieren-mal-schnell-das-Internet-Gesetz, liegt ja momentan ein Jahr auf Eis. Einfach weil sei nicht den Arsch in der Hose haben, um zu sagen, dass es Unsinn ist und komplett abgeschafft gehört. Hauptsache die Köpfe in Berlin behalten ihr Gesicht.

Was nicht auf Eis liegt, ist die Diskussion über das Thema. Und das darf es auch nicht, solange Kinder missbraucht werden. Wichtig dabei ist aber auch die Wortwahl. Michael Jäger hat gerade einen interessanten Artikel üben den kleinen Unterschied geschrieben. Sollten sich alle mal durchlesen, und dann bei den nächsten Nachrichten oder Interviews vielleicht etwas genauer zuhören.

Den Begriff Kinderpornografie zu benutzen, um die auf Video dokumentierten Gräueltaten an Kindern und Jugendlichen zu bezeichnen, ist absolut falsch. Denn Pornografie setzt nach allgemeiner Auffassung voraus, dass alle Beteiligten damit einverstanden sind.

...

Es ist keine Kinderpornografie, es ist der dokumentierte Missbrauch von unschuldigen Kindern und Jugendlichen!


Katholischer Missbrauch

Die katholische Kirche in Irland hat nach einem Regierungsbericht jahrzehntelang den sexuellen Mißbrauch von Hunderten Kindern durch Geistliche verschleiert. Die Kirchenleitung habe den Ruf der Institution über das Kindswohl gestellt. Müßten nicht alle Kirchenseiten ein rotes Zensursula-Stopschild bekommen? Denn dagegen sind die Taliban ja beinahe ein frommer Pfadfinderhaufen.

Natürlich kann man auch hier nicht alle in einen Topf werfen, aber wenn einer zugibt über 100 Kinder missbraucht zu haben und ein anderen sich alle zwei Wochen ein neues Opfer suchte, dann gehören diese "Gottesleute" einfach weggesperrt. Gibt doch genug Gruften unter den Kirchen. Rein da, Tür zu und fertig. Sozusagen in Gottes Hände legen.

Und wieder die noch immer unbeantwortete Frage: "Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er sowas zu?"

[via Schockwellenreiter]

Gott sei Dank

Ich bin mehr oder weniger katholisch. Und daher entschuldige ich mich für die Äußerungen vom Erzbischof Silvano Tomasi direkt aus dem Vatikan.

Der findet es nämlich ganz normal, durchschnittlich, besser als bei anderen Religionen, dass bis zu 5% der Priester in Kindesmissbrauch verwickelt sind. Ich denke, das sind 5% zuviel. Ach so, und die Priester sind natürlich nicht pädophil sondern ephebophil. Sie belästigen also nur pupertäre Jungs. Das macht es natürlich besser. u1F620.svgz

Aber um auch das zu sagen, ich kenne keine solche Priester. Wie immer sind es die "wenigen" schwarzen Schafe, die das Bild verzerren. Da helfen solche Äußerungen nun überhaupt nicht. Diese Priester gehören abgesetzt, nicht versetzt, und nach den gültigen Gesetzen verurteilt. Das ist mit ner Beichte nicht abgetan.

[via Fefe]

Täter verfolgen statt Seiten sperren

Auf heute.de setzt sich das ZDF mit der aktuellen Diskussion um die geplante Internetzensur auseinander.

Ich zitiere mal ein bisschen:

Kinderpornos würden hauptsächlich im Geheimen und über andere Dienste als das World Wide Web verbreitet

Nur neun [von über 1000] Webseiten, also weniger als ein Prozent, hätten Kinderpornografie enthalten.

Wie einfach es sein kann, Kinderpornos aus dem Netz zu tilgen, bewies Anfang März die Kinderschutzorganisation CareChild. Sie suchte sich aus einer im Internet aufgetauchten dänischen Sperrliste zwanzig Webadressen aus den USA, den Niederlanden, Südkorea, Portugal und England heraus, ermittelte die Provider und schrieb sie per E-Mail mit der Bitte an, die fraglichen Inhalte zu entfernen. Die Provider reagierten zügig. Bereits nach einem Tag waren sechzehn Webseiten abgeschaltet.

Warum werden deutsche Behörden dann nicht aktiv?

Gute Frage. Vielleicht weil es eigentlich gar nicht um die Kinder geht? Selbst Missbrauchsopfer sprechen sich gegen den erneuten Missbrauch aus. Da stimmt doch was nicht. u1F620.svgz

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