Über Ostern war ich 10 Tage in der Schweiz. Ein genauerer Bericht kommt demnächst, wenn ich alle Fotos und Erlebnisse sortiert habe.
Jetzt habe ich erst mal eine der schönsten Erinnerungen in mein Büro gebracht. Weiße Raufasertapete ist nicht wirklich inspirierend. Also habe ich eines meiner Panoramen auf 5 A3 Blätter gepostert. Ich denke, der Drucker hat sich auch mal über etwas Abwechslung gefreut.
Lange bevor ich überhaupt auf die Welt kam, hat Juri Gagarin sie schon umrundet. Anders als Phileas Fogg brauchte er dazu keine 80 Tage sondern nur rund 90 Minuten. Heute vor 50 Jahren war Juri Gagarin der erste Mensch im Weltraum.
Juri Gagarin
Und er kam sogar heil wieder zurück. Nicht ganz an der geplanten Landestelle aber das kann ja mal passieren. War eben ein schüchterner Mann, der Juri, und wollte der geladenen Weltpresse ausweichen. Ist aber nur ne Theorie.
Seit einigen Wochen arbeiten die Musikpiraten an einem freien Kinderliederbuch. Dieses wird Kindergärten und anderen Betreuungsstätten kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Kopieren der Lieder ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Auch dafür fallen keine Gebühren bei der GEMA oder einer Verwertungsgesellschaft an. Die Contentmafia muss draußen bleiben.
Dank der rund 40.000 Euro Spenden geht das Heft in Druck. Kann aber auch direkt als PDF runter geladen und selbst ausgedruckt werden. So oft man will.
Endlich ist sie da. Die Postkarte von Karin und Thomas aus El-Minya. Auch sie nutzen Count per Day. Darüber kamen wir in Kontakt und konnten zusammen einige Probleme lösen, die das Internet so mit sich bringt. Irgendwann in dieser Zeit muss es passiert sein, dass in Thomas der unwiderstehliche Wunsch erwachte, sich per Postkarte bei mir zu bedanken.
Post aus El-Minya
Nun liegt El-Minya in Ägypten und ihr wisst was da gerade los ist. Deshalb das "Endlich" zu Beginn dieses Artikels. Die Postkarte brauchte allein 4 Wochen um den Weg übers Mittelmeer und die Alpen zu mir zu finden. Doch schon bis sie ihre lange Reise beginnen konnte war es ein steiniger Weg.
Hier ist ihre Geschichte, erzählt von Thomas in einer Email am 24. Februar:
Seit nun mehr als 3 Wochen versuche ich diese Karte zu verschicken. Woran es scheiterte?
Die Araber sind UNHEIMLICH kreativ in der Erzeugung von Problemen.
Tag 1: Ich ging mit der Karte zur Post um eine Briefmarke zu kaufen. Nach 30 Minuten in der Schlange erzählte mir der Mann hinterm Schalter: Heute gibt es keine Briefmarken.
Tag 2: Wiederum ging ich zur Poststelle und stand in der Schlange. Endlich am Schalter erhielt ich folgende Auskunft: Postkarten können so nicht verschickt werden, die sollten in einem Kuvert stecken. Wie bitte? Aber okay, hier ist ja so einiges möglich.
Tag 3: Ich bastel einen Umschlag, da es hier für Postkarten keine geeigneten Kuverts gibt. Also Adresse drauf geschrieben, ab zur Post. Wieder das gleiche Spiel: Anstehen – und warten. Nachdem ich endlich an der Reihe bin, und auch alle notwendigen Papiere ausgefüllt sind werden ich gefragt, wohin das gehen soll – nicht dass es auf dem Umschlag stünde – NEIN. Sogar in arabisch habe ich Deutschland drauf geschrieben. Zu guter Letzt muss der gute Mann die Hauptfiliale anrufen, da er den Preis nicht kennt für einen Brief nach Deutschland. Weitere 15 Minuten später erzählt er mir dann: Keiner kennt den Preis für den Versand. Also gut. Ich geb auf.
Tag 4: Aber ich lass mich ja nicht unter kriegen. Ich habe ja noch einen Trumpf im Ärmel. Ich frag einfach meine einheimischen Kollegen. Ich pack die Karte wieder aus dem Umschlag und schicke einen Kollegen los. Das dauert nur etwa 3 bis 4 Tage. Die Karte liegt noch immer auf meinem Schreibtisch.
Tag 9: Ich frage einen zweiten Kollegen, der leitet eine Jugendgruppe. Er sagte mir, er habe einen Jungen geschickt, um eine Briefmarke zu kaufen – wieder 4 Tage vergehen.
Tag 14: Auf anfrage was denn nun mit meiner Post sei, erklärte mir mein Kollege, dass die Poststellen alle als Bewerbungsbüros genutzt werden, für alle freien Stellen nach der Revolution im Land. Das heißt, jede Menge Leute die Bewerbungen abgeben und die Post bleibt liegen. NA SUPER.
Tag 15: Aber jetzt, ich komme noch einmal nach Kairo, und wie es der Zufall will, finde ich eine kleine Postfiliale, etwas abgelegen und ohne Massen an Menschen. Und prompt – ich bekomme eine Briefmarke. Noch nie – NOCH NIE habe ich mich so über eine Briefmarke gefreut, wie über diese beiden. Heute (24.02.) Werde ich sie Dir schicken, und hoffe Du erhältst sie wohl behütet.
Thomas ich kann dir versichern, dass die Karte heil und gesund bei mir angekommen ist. Vielen Dank für all die Mühe!
Bouconville liegt in den Ardennen in Frankreich ungefähr auf halber Strecke zwischen Saarbrücken und Paris. Dort wohnen nette Menschen. Wenigsten einer, denn er oder sie hat zwar seinen oder ihren Namen nicht genannt aber mit gleich 4 Postkarten in einen Umschlag gesteckt.
Post aus Bouconville
Wish we had know Count per Day and WordPress 5 years ago.
William "Captain Kirk" Shatner hat heute Geburtstag. Und nicht irgendeinen sondern seinen 80.! Herzlichen Glückwunsch und danke für die vielen tollen Momente, die ich durch dich und mit dir erleben durfte. Nicht nur die vielen Folgen von Raumschiff Enterprise, die zur Zeit wieder aufgehübscht auf zdf_neo laufen oder die nachfolgenden oder ganz anderen Filme. Ich hatte ja auch mal die Gelegenheit William Shatner live auf der Brücke Bühne zu sehen. Zwar sind meine Convention-Zeiten vorbei, aber die Erinnerungen bleiben. Ich kenne ihn als einen Menschen, der auch gut über sich selbst lachen kann. Als Beispiel vielleicht mal "Die Akte Enterprise" anschauen, in der die Auswirkungen von Star Trek ende der 60er Jahre auf die Wissenschaft und Technik beleuchtet wird. Wunderbar moderiert von William Shatner. Oder folgt ihm auf Twitter. Möge er uns noch lange erhalten bleiben.
Diesmal lag sogar ein großer Umschlag im Briefkasten. Absender Mike/azazure aus Gilbert, Arizona, USA. Mike dachte wohl, dass ein Bild auf einer Postkarte zu wenig sei und steckte eine ganze Zeitschrift in den Umschlag. Ist eine Art Werbung, wie toll es doch in Arizona ist. Viele großartige Fotos.
Post aus Gilbert
Und dann war auch noch eine richtige Postkarte da. Von Julia und Miro aus Solosnica, Slowakai. Zumindest haben sie dort eine gemütliche Kirche.
Ich wechsle dann auch mal meinen Stromanbieter. Öko-Strom ist ja momentan in aller Munde. Keiner will mehr Atom-Strom haben.
So werde ich ab April mit 100% Wasserkraft aus Norwegen versorgt. ABER das hat nichts mit dem Debakel in Japan und den populistischen Meldungen zu tun. Okö-Strom habe ich schon seit Jahren. Zuerst Lichtblick, dann Stadtwerke Heidenheim und nun eben EMB.
Hier geht es nicht mehr um Öko- oder Atom. Diese Entscheidung wurde bereits vor langer Zeit getroffen. Es geht um den Preis! Auch bei Okö-Strom kann und muss man vergleichen. Angebote gibt es reichlich.
Übrigens ist mein Öko-Strom auch immer billiger als der normale Strommix meines regionalen Versorgers EON edis. Sparen und ein wenig für die Umwelt tun sind also keine Widersprüche.