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Ostern in der Schweiz

"Karmontag" bis Ostermontag war ich in der Schweiz. Eine Fahrt nach dem gleichen Schema wie schon nach Frankreich oder Rumänien. Mit netten Menschen, fertig geplant, alles drin. Nur mitmachen muss man noch. So liebe ich das. :approve:

Montag (18. April) Vormittag kamen wir 12 also nach rund ebenso vielen Stunden Fahrt in Saxon an. Das liegt im französischen Teil der Schweiz auf rund 500 m Höhe. Unsere Unterkunft in La Luy war aber nochmal 700 m höher. Und die Aussicht grandios. Nach Norden auf die Berge, nach Osten das Tal entlang. Das sah sogar nachts bunt aus. Mit der Zeit wurde die Aussicht nur durch einige Schuhe beeinträchtigt. Lange Wanderungen hinterlassen halt Spuren.

Die Fahrt auf den Serpentinen zwischen Weinbergen und Abgründen dauerte immer rund eine halbe Stunde. Schon dumm, wenn man beim Einkaufen etwas wichtiges vergessen hätte.

Nun, der Tag war noch jung. Rein zeitlich gesehen. Wach waren wir schließlich schon seit mehr aus 24 Stunden, wenn man die Schlafversuche während der Fahrt nicht mitrechnet. Und das mache ich nicht, denn mehr als Dösen ist bei mir nicht drin. Anders lautende Gerüchte sind frei erfunden.
Also der Tag war noch jung und wir wollten zuerst eine leichtere Wanderung zum warm werden. Unser Hausberg, der Pierre Avoi schien dazu geeignet. Laut Wanderführer in 3 Stunden zu erreichen.

Pierre Avoi (klick macht groß)

Wanderführer lügen! Oder werden von Profiwanderern gemacht. Die Zeiten kann man locker verdoppeln. Wir wollten ja wandern und nicht joggen. Das Prblem bei diesen Bergen ist halt nicht die Strecke sondern der Höhenunterschied. Der Pierre Avoi ist 2473 m hoch, was allein schon mehr als 1 km höher ist als unser Startpunkt. Um es kurz zu machen, wir waren nicht oben. Aber jeder ging soweit er konnte. Die Spitzengruppe lies sich dann erst vom Schnee dort oben aufhalten. Kompliment.

Ich ging bis L'Aroley auf 1840 m. Interessanterweise sollten es von dort auch nochmal 2 Stunden sein. Zur Erinnerung an diese Schmach habe ich mir einen Stein mitgenommen. Der liegt jetzt in meinem Regal bis zu dem Tag an dem ich den Pierre Avoi bezwingen werden. Also wahrscheinlich für immer.

Am Dienstag (19. April) fuhren 7 von uns zur Bettmeralp. 4 wollten ihre Füße schonen und fuhren mit der Seilbahn nach oben. Vor allem wenn schon T-Shirts warnen. ;)

3, ich nenne sie mal "unsere Helden", sind da hoch gewandert.

Zwar haben sie unterwegs mehr gesehen aber wir waren schneller. So haben wir zuerst mal die Aussicht von der Bettmeralp genossen. Nachdem wir dann auch den See gefunden haben sind wir auch rum gelaufen. Alles bei herrlichstem Wetter. Das war mal so richtig Urlaub.

Außerdem haben nur wir 4 Seilbahnfahrer es nach ganz oben zum Aletschgletscher auf 2647 m geschafft. Zweifellos der absolute Höhepunkt unserer Reise. Dummerweise fuhr die Seilbahn zum Gipfel nur bis 15:30 Uhr. Ist vielleicht für Skifahrer genug, aber für Touristen könnte es ruhig später sein. Es ist schon ein grandioses Gefühl dort oben zu stehen und Kilometer weit in die Ferne zu schauen.

Auf der Fahrt nach unten entdeckten wir noch Relikte aus alten Zeiten. Diese Baumstämme stammen nach unserer Theorie von den Römern oder Ägyptern die diese Berge gebaut haben. Halt wie die Pyramiden nur viel höher.

Wieder unten, haben wir uns wieder mit den Wanderern vereint und erstmal Pause gemacht. Schließlich haben wir ja Urlaub.

Auf der Rückfahrt nach Hause haben wir noch Zwischenstation in Brig gemacht. Wichtig war zuerst einmal ein Laden der Postkarten verkauft. Dann einen Blick in den Schlosspark geworfen und ein Bandfoto im Innenhof des Schlosses gemacht. Ja, unsere Kreativität kennt keine Grenzen.

Außerdem gab es da noch ein sehr schönes Haus. Das leider komplett durch diese Vorbauten verschandelt wurde. Wie kann man sowas nur machen?

Am Mittwoch (20. April) fuhren wir nach Liddes. Ein kleines Dorf mit vielen Milchkannen. Nichts besonderes, nur der Ausgangspunkt für einen Rundweg.

Von hier aus ging es erst einmal gefühlte 100 m nach unten ins Tal um dann auf der anderen Seite wieder 200 m hoch zugehen und den Roc de Cornet zu erreichen. Ein Gipfelkreuz. Alle waren glücklich und freuten sich auf den Rückweg.

OK, das war unrealistisch. Einigen reichten die ersten wirklich anstrengenden Meter wirklich. Sie drehten um und verbrachten den Tag mit einer Stadtbesichtigung. Die meisten, sogar S, die beim Start wirklich Probleme hatte, gingen weiter. :thumbup:  Schließlich haben wir uns zu Beginn einen kleinen Stein eingesteckt. Den wollten wir am Ziel wieder loswerden. So eine Art inneren Schweinehund bekämpfen. Das können einige eben besser als andere. Meiner sieht übrigens so aus. Hab ihn dann mit dem Stein erschlagen. Dachte ich. Ist ein zäher Bursche.

Weitere Ziele waren Le Creux und La Niord. Der Weg dahin? Immer schön bergauf. Mal mehr, mal weniger. Die meiste Zeit ging es durch den Wald, so dass die Sonne nicht zu doll brennen konnte.

Die Aussicht an einige Stellen lies zwar so einige Strapazen vergessen. Aber dennoch gab es auch für diese Route die passende sprechende Kleidung.

Pausen mussten natürlich auch mal sein. Umso besser wenn zum passenden Zeitpunkt Tisch und Bänke auftauchen. Gleich daneben waren Steine aufgeschichtet die schon als Grill dienten. War leicht zu erraten am Rost und den verkokelten Holzresten. Es gibt tatsächlich noch andere, die da lang gehen.

Irgendwann geht das auch der längste Weg zu ende, sprich bergab. Läuft sich etwas leichter. Da wird schon mal die eine oder andere Station am Wegesrand mitgenommen. Irgendwann tauchten die ersten Hütten wiider auf. Wenig später richtige Häuser und letztlich auch der Bulli der uns zur Hütte fahren sollen. Schuhe aus und Füße hoch. Gott sei Dank war es warm so dass wir die Fenster offen lassen konnten. ;)

Am Gründonnerstag (21.April) wollten wir es mal etwas ruhiger angehen lassen. Stadtbesichtigung statt Wanderung. Es bleibt fraglich ob wir viel weniger gelaufen sind, aber es war zumindest etwas anderes.
Die Stadt hieß Sion. Schon auf der Fahrt zur Bettmeralp fiel sie uns durch zwei Berge mitten in der Stadt auf. Auf einem eine Burgruinen, auf dem anderen eine Kirche. Kennt ihr Rohan aus "Der Herr der Ringe"? Hatte ein bisschen was von Edoras mit der goldenen Halle.

Nach der Körperpflege (Sonnenscreme immer dabei haben!) ging es zuerst mal ziemlich eben zur Kathedrale "Notre Dame du Glarier" An einem Tor ist ein Teufel mit einer Glocke. Diese hat der irgendwie vom Papst hier her gebracht und... ich hab's nicht verstanden. Jedenfalls ist da ein Teufel mit einer Glocke dran.

An zeitgenössischer Meinungsäußerung vorbei, durch enge Gassen ging es dann hoch zur Burgruine.

Diese Burg "Château Tourbillon" hat mal ein Bischof gebaut, weil andere Bischöfe, die ja auch Fürsten waren, auch Burgen und Schlösser auf anderen Bergen hatten. Was uns der Typ da oben erzählt hat war wirklich alles interessant. Aber behalten tut man davon immer so wenig. Auf alle Fälle ist die Burg immer mal wieder abgebrannt und irgendwann hatte man keine Lust mehr sie wieder aufzubauen. Aber, wenn man ganz leise ist und genau hinschaut, tauchen manchmal Burgfräulein auf.

Von der Burg kann man bereits unser nächstes Ziel sehen, das "Château Valère". Eine große Kirche mit der angeblich ältesten noch spielbaren Orgel in Europa.

Nicht alle haben das Jammertal zwischen den beiden Bergen überwunden. Die haben wir dann auf dem Rückweg wieder eingesammelt.

Immerhin hätten sie die tolle Aussicht genießen können, wenn sie die Augen offen gelassen hätten. Vorn grüne subtropische Gewächse und hinten schneebedeckte Berge. Selbst der Blick vom Marktplatz hat eine grandiose Aussicht. Nachdem wir uns dann alle wieder gefunden und ausgetobt haben, ging es nach Hause.

Karfreitag (22. April) ist ja zumindest in der christlichen Welt allgemein anerkannt der Tag des Leidens. Nun, das kann man wörtlich nehmen, muss man aber nicht. Wir sind unseren eigenen Kreuzweg gegangen. Von Granois aus sind wir über St. Germain, Drône, Pras Bacon Prafirmin, Ste-Marguerite, Pradante, Lac de Mouchy, N.D. des Courbelins wieder zurück nach Granois gegangen. Das liest sich nicht nur recht lang, es war auch ein langer Weg. Allerdings konnten wir auch immer wieder tolle Aussichten genießen. Ein Vorteil der hohen Bergen. Und wilden Tieren begegneten wir auch. Waren aber gerade beim Essen, also konnten wir uns hinterm Zaun vorbei schleichen.

Die Stationen (kurz aus dem Büchlein vorlesen) nutzten wir immer gleich für die wohl verdienten Pausen. Ob der Schatten eines Baumes oder das eiskalte Wasser eines Bergbaches, erholsam und erfrischend musste es sein.

Ein Bus kam übrigens nicht, aber wir passten alle in das Häuschen. Und der Osterhase hat uns auch nicht wirklich geholfen. Die Waldarbeiter scheinen manchmal etwas Langeweile und einen ausgeprägten Spieltrieb zu haben. Aber es wurden auch neuen Freundschaften geknüpft. Die Pferde waren sehr zutraulich. Allerdings nur zu viert. Also haben wir sie auf ihrer Koppel gelassen.

Anfangs sagte ich ja, dass man leiden kann aber nicht muss. Dieses Bein gehört Z, jemandem der etwas mehr gelitten hat. Allerdings auch selbst verschuldet. Wenn man auf den mehr oder weniger erkennbaren Wegen bleibt und nicht auf Bäume klettert, passiert das auch nicht. Aber vielleicht hat auch eine gewisse Ähnlichkeit mit einem anderen Herren etwas damit zu tun. Fragen über Fragen.

Karsamstag (23. April) gings wieder in eine Stadt. Nach Sierre zum schoppen. Nach einen Stadtbummel gönnten wir uns auch mal was Kaltes.

Kaltes probierten auch 4 Helden, die wieder wandern mussten. Nach übereinstimmenden Berichten hält man es rund 10 Minuten in den Bergbächen aus. Nun gut, ich finde unsere Methode zur Abkühlung besser.

Nachmittags ging es zurück nach hause. Schließlich musste das Abendessen vorbereitet werden. Endlich wieder richtiges Fleisch, so am Stück, erkennbar. Schließlich war die Fastenzeit so gut wie vorbei.

Nach dem Essen fuhren wir runter nach Saxon zur Osternacht. Auf französisch. Verstanden haben wir zwar kein Wort, aber das Schema war ja bekannt. Zuerst entzündeten die Pfadfinder das Oster-Schweden-Feuer. Und dann begann der Männerchor zu singen. Das war neu. Hier gibt es ja eher Kinderchöre. Dort waren es 5 ältere Männer von denen einer auch dirigiert hat. So sang die Gemeinde auch ohne Orgel einstimmig. Sollte man sich bei einigen mir bekannten Gemeinden auch mal überlegen.
Und noch was neues. Nach der Messe wurde Suppe verteilt. Sie hat geschmeckt.
Wir haben uns dann aber noch ein eigenes Osterfeuer gemacht. So ein großer Grill kann auf die unterschiedlichste Weise genutzt werden.

Ostersonntag (24. April) waren wir nur noch zu 8. 4 Reisende waren schon auf dem Weg nach Hause. So ein runder Oma-Geburtstag kann man ja verstehen.
Zuerst haben wir mal versucht zu "unserer Hausburg" zu kommen. Wir haben sie immer beim hoch und runter fahren gesehen.

Die "Burg" besteht aus einer Kirche und einem Turm. Nachdem wir auf beide Türme geklettert sind und die Aussicht genossen haben, durften wir auch noch Ostereier suchen. An dieser Stelle möchte ich sagen, dass es nicht die feine Art ist, jemandem das Ei zu stehlen, was er aus dem Baum geschüttelt hat, nur weil er es nicht wiederfindet. Aber es gab ja genug für alle.

Schon auf dem Rückweg, entdeckten wir noch ein vergittertes Kellerfenster in der Kirchenwand. Ein Blick hinein auf einen Berg Knochen machte uns dann doch neugierig. Und schnell war auch die Luke zwischen den Kirchenbänken freigelegt und geöffnet.

Es waren tatsächlich menschliche Knochen, allerdings nur große und Schädel. Keine Fingerknochen oder dergleichen. Rätselhaft.
Später erklärte uns der Priester bei dem wir den Schlüssel wieder abgaben, dass dort oben mal ein Friedhof war. Der wurde ausgehoben und die Knochen unter die Kirche verlegt. Anscheinend wäre ein Verbrennen zu kompliziert gewesen. Hm, wer weiß, wer weiß...

Ein Stück weiter fanden wir noch einen Wasserfall. Und hier zeigten sich wieder die typischen Geschlechterrollen. Mädels wollen lieber planschen, Jungs eher alles für die Nachwelt festhalten. Nun, Spaß hatten wir alle.

Das eigentliche Ziel des Tages war aber Lausanne.
Was soll ich sagen, große Stadt mit interessanten Häusern. Manche sind Jahrhunderte alte, andere haben bepflanzte Dächer und Wände. Sieht nicht nur viel besser aus als Teerpappe, wirkt sich auch positiv auf die Umwelt aus.

Zuerst ging es natürlich wieder zur Kirche. War schließlich das markanteste Gebäude hoch oben über der Stadt. Sie hatte nicht nur ein imposantes Tor sondern auch eine recht große Orgel. Diese zu spielen scheint etwas schwieriger zu sein als ein normales Klavier. Zumindest was die Anzahl der Tasten angeht.

Von dort oben hat man übrigens auch eine tolle Aussicht über die Dächer. Alles schön verwinkelt und verschachtelt. Etwas irritieren fand ich die Pixelmännchen an einigen Schonsteinen. Falls jemand dafür eine Erklärung hat, nur zu.

Dann ging es weiter, nach unten, quer durch die Stadt, vorbei an aktuellen Wandmalereien, zum Hafen am Genfer See. Dort fand gerade irgend ein Oster-Comic-Spiel statt. Aus hunderten Eiern wurde ein Bild gelegt, das Tim und Struppi zeigt. Verrückt, die Schweizer.

Ostermontag (25. April) war dann auch schon wieder Heimreise angesagt. Nach einem gemütlichen Frühstück

und Hausputz verließen wir La Luy Richtung Norden. Um nicht mitten in der Nacht wieder in Teterow zu sein mussten wir einige Stunden Zeit schinden. Gott sei Dank liegen Bern und Basel auf dem Weg und eignen sich durchaus dazu.
Bern zeigte sich als recht gemütliche bunte Stadt. Breite Straßen, damit auch die Straßenbahnen Platz haben, viele Fußgängerzonen und ganze viele Fahnen. Ich glaube die zeigten die verschiedenen Kantone, aber wer weiß.

Außerdem haben sie da eine lustige Turmuhr. Ich bin mir sicher, die wurde nur gebaut um die Touristen zu "verar...". Da ist ja ein kleines Glockenspiel drin, wo Männchen laufen uns so. Nun waren wir zufällig genau um 13:00 Uhr vor Ort. Die ganze Meute Touristen zückte ihre Camcorder und dann ... naja, es machte Ding. Und eine Figur tat so als haue sie mit dem Hammer an eine Glocke. Ich hoffe, es lag wirklich daran, dass es 1 Uhr war.

Außerdem stehen dort viele lustige Springbrunnen. Zum Beispiel einer mit einem Kinderfresser. Gibt natürlich zu jedem eine Geschichte und einen tieferen Sinn. Vergessen. Interessanter war die russischen Reisegruppe, von der immer schön nacheinander eine Dame am Brunnen posten und sich ablichten lies. Typische "ich war da"-Fotos. Es gab auch bei uns einige, die dann nicht mehr widerstehen konnten.

Was gibt es sonst noch zu sehen" Verschiedenen Längenmaße für das Marktreiben. Was bin ich froh, dass sich die moderne Welt auf den einheitlichen Meter geeinigt hat. Hörst du USA, Meter!
Und natürlich den Bärengraben, schließlich ist der Bär das Wappentier der Stadt.
Außerdem war auch Albert Einstein einige Zeit hier und wohnte passend im Einsteinhaus. Hier hat er an der Relativitätstheorie gearbeitet.
Manchmal gravieren die Berner Namen Pflastersteine.
Und an mancher Straßenkreuzung kommt gerade zu Ostern die Frage auf, ob Jesus damals vielleicht einfach falsch abgebogen ist. Hätte ja alles ganz anders kommen können.

Unserer weiterer Weg brachte uns dann sogar noch zum Ziel eines Ostermasches. Ein Platz voller Regenbogenfahnen und Anti-Atomkraft-Transparenten. Einige schienen schon älter zu sein, aber dennoch aktuell.

Weiter ging es nach Basel. Auch dort gibt es kleine alte Häuser. Die sehen einfach besser aus als Wolkenkratzer.

Und zwischen ihnen gibt es auch einen "Teich" mit Wasserspielzeugen. Alle bewegten sich und planschten im Wasser.

Dann konnten wir einfach nicht widerstehen und haben uns in einem der zahlreichen Straßencafés ein Plätzchen gesucht von dem aus wir den älteren Herren bei ihren Spielchen zusehen konnten. So richtig mediterranes Flair. Kurze Zeit später machten wir dann noch einen spontane Knoppers-Pause, weder morgens halb 10, noch Deutschland, aber geschmeckt hat es trotzdem. Da muss man einfach flexibel sein.

Direkt vor der letzten Kirche, die wir besichtigen wollten war ein kleines Labyrinth im Boden. Immer schön im Kreis bis zur Mitte laufen und wieder zurück. Ich darf verkünden, ich hab's geschafft.
In dieser Kirche fand am Abend dann sogar noch ein Konzert statt. "Christ ist erstanden" in verschiedenen Versionen, von denen die ersten bis ins 11. Jh. zurück reichten. Diese haben mir übrigens am besten gefallen. Eben so richtig mittelalterlich.
Besser hätte der Abschluss unserer Osterfahrt wirklich nicht sein können.

Zum Schluss gibt's noch ein paar Fundstücke. Ich lasse die Bilder einfach mal so stehen. Kann sich jeder seine eigenen Gedanken dazu machen oder einfach nur durchklicken.

Und ich kann mich täuschen, aber die Anzahl der besonderen Fahrzeuge schien in der Schweiz auch etwas höher zu sein als hier.

Für die jenigen, die sich fragen wie man in den Bergen überleben kann, hier ein paar Tipps. Das meiste Essen mit wenig oder gar keinem Fleisch. Schmeckt trotzdem, man mag es kaum glauben.
Zuerst mal hat S voller Hingabe fast jeden Abend 4 Brote gebacken. Gibts ja die unterschiedlichsten Backmischungen. Als gute Form erwiesen sich übrigens Fonduetöpfe aus Steinzeug.

Ansonsten gabs meist Pfannen oder Aufläufe. So sind viele Mäuler halt am einfachsten zu füllen.
Für die Aufläufe gabs Rezepte. Die schmecken übrigens besser als sie aussehen mögen. Und das obwohl kein oder nur wenig Fleisch drin war.
In die Pfannen kam einfach das rein, was grad da war. Aber kein Ketchup, da hatte unser Chefkoch M was dagegen.
Der "Braten" war übrigens unser Osteressen. Dickes Stück Fleisch mit Schinken und Spinat im Blätterteigmantel. Auf den Spinat kann man auch getrost verzichten.
Und als Tipp zum Energiesparen. Man kann durchaus die unterschiedlichsten Reste in einer Pfanne aufwärmen.

Kochen kann auch Spaß machen. OK, das Grinsen von M und S beim Kartoffelschälen kam erst nach Aufforderung. Aber das Lachen von S mit zwiebelgetränkten Augen ist echt. Später hatte sie dann Wasser im Mund. Soll geholfen haben. Zumindest wurde es ruhiger in der Küche. ;)
G verteilt gerade die Eierpampe auf die Toastbrot-Käse-Einlagen.
Und zu guter Letzt noch einmal S, diesmal aber beim Muffinbacken. Die gab's dann als Belohnung nach dem Eiersuchen an der Burg mit den Knochen, ihr erinnert euch.

Bleibt mir noch zum Schluss allen Mitfahrern für die Gesellschaft zu danken. Hat mir viel Spaß gemacht! Euch nehme ich das nächste mal gern wieder mit. :liebhab:

Noch mehr Panoramabilder habe ich in meine kleine Dimension ausgelagert. Dafür sind sie wirklich groß und eignen sich durchaus zum Posterdruck. Passwort lautet "tomswelt".


RSS-Feed 4 Kommentare

  1. zeipi zeipi sagt:

    echt geil Tom

    schönen Dank fürs schreiben

  2. alex alex sagt:

    das war wirklich eine tolle reise! hab einen fehler im ablauf gefunden... das café war noch in bern, nicht in basel...
    also dann bis nächstes jahr zu osterfahrt! :-D

    • Tom Tom sagt:

      Pssst, das hätte doch niemand gemerkt. Aber danke für den Hinweis. Bei einigen Punkten war ich mir dann doch unsicher. Ab einem gewissen Alter dauert das Verarbeiten der Eindrücke einfach zu lange. ;)

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