Toms Welt

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„Ich sehe keinen Sinn mehr“

Das schrieb Matthew P. Hoh, ein hochrangiger US-Diplomat an die Botschafterin Nancy Powell. In seinem Brief kündigt es seinen Posten als leitender Zivilvertreter in der Provinz Zabul und tritt vom Amt als Politischer Offizier im Diplomatischen Dienst zurück. Er sieht keinen Sinn mehr im Vorgehen der USA und der das anderen Nationen in Afghanistan. Fünf Monate war er dort stationiert und fragt sich, was das alles soll.

sind die USA wie alle ihre Vorgänger nichts weiter als Nebendarsteller in einer unendlichen Tragödie, in der Stämme, Täler, Clans, Dörfer und Familien gegeneinander aufgehetzt wurden.

Im Osten wie im Süden Afghanistans habe ich beobachtet, dass die Mehrheit der Aufständischen nicht unter dem weißen Taliban-Banner kämpft, sondern gegen die Präsenz von ausländischen Soldaten und gegen Steuern, die von einer Regierung eingefordert werden, von der sie sich überhaupt nicht vertreten fühlen.

Weiter schreibt er, dass die Anwesenheit der US-Truppen die Aufstände eher legitimiert. Es wird eine Regierung unterstützt, die das Volk ablehnt. Wenn es um die Sicherung der Region und die Schwächung der Al-Quaida ginge, wie immer vorgegeben wird, müsste eher Pakistan besetzt werden und nicht Afghanistan.

Kurz gesagt: Holt die Jungs und Mädels nach hause und lasst die Leute  das unter sich ausmachen. Zu gewinnen ist der Krieg genauso wenig wie in Vietnam.

Den ganzen Brief gibt es auf  zeit.de.


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