Toms Welt

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Das Papst zum Missbrauch

Ich zitiere einfach mal komplett den Fefe:

1962 schickte Papst Johannes XXIII Instruktionen um die Welt, dass in Fällen von Kindesmißbrauch die Opfer zu Stillschweigegelübden bewegt werden sollen. Und 2005 hat dann der Präfekt der Glaubenskongregation explizit darauf hingewiesen, dass diese Instruktionen nach wie vor gelten. Dieser Präfekt, das war ein gewisser Herr Ratzinger, den man inzwischen auch als Benedikt (HAHA!) kennt. Ich spare mir mal das Gemecker darüber, was ich von der katholischen Kirche halte. Die Fakten sprechen ja für sich. (via)

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Ein weiterer Strich auf der Liste "warum ich mir meine Kirchensteuer sparen sollte".


RSS-Feed 2 Kommentare

  1. Sie unterliegen einem Irrtum. Von den Opfern sexuellen Mißbrauchs ist darin gar nicht die Rede, sondern bei dem Dokument aus 1962 ging es um nichts anderes als den Schutz des absoluten Beichtgeheimnisses, und dazu sind die Beichtväter verpflichtet, und 2005 kam gar nichts, sondern 2001 ging es darum, von seiten des zu Unrecht angegriffenen jetzigen Papstes und seines Vorgängers gegen die Vertuschung in einzelnen Diözesen eine zentrale Meldung nach Rom zu verlangen und die Verjährungsfristen im Sinne der Opfer zu erhöhen.

    Daß in sämtlichen Verfahren das arbeitende Gerichtspersonal zur völlig selbstverständlichen Geheimhaltung verpflichtet ist, ergibt sich von selbst, denn sonst könnte kein Gericht mehr seinen eigentlichen Aufgaben nachgehen. In Wirklichkeit haben auch schon Opfer gebeten, daß weder ihre Namen noch sonst was öffentlich werden sollen. Und: 1983 schon war die (sowieso unbedenkliche) Instruktion überholt, und 2001 wurde sie eben als solche nicht mehr eingeschärft.

    Bevor man schon daher solche Falschbehauptungen à la Ranke-Heinemann nachbetet, sollte man sich kirchenrechtlich informieren. Das Kirchenrecht behindert die staatlichen Ermittlungen oder die Anzeigen der Opfer überhaupt nicht, ganz im Gegenteil, dazu folgende Linkverbindungen:

    http://www.kath.net/detail.php?id=25704

    http://7ax.de/0o31 oder http://www.internetpfarre.de/blog/archives/234-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VERTEIDIGUNG-DES-KIRCHENRECHTES-GEGEN-KIRCHE-VON-UNTEN.html

    http://7ax.de/0ps0 oder http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ZEDLITZ.html

    So viel in aller Kürze, gute Fastenzeit!

    • Tom Tom sagt:

      Danke für die detaillierten Informationen. Das ist viel mehr ihr Fach als meines.
      Zum letzten Punkt, den Ermittlungen, mag es durchaus sein, dass das Kirchenrecht diese nicht behindert. Einzelne Vertreter, Priester, Bischöfe tun das aber schon in dem sie den Opfern zum Schweigen raten und Angst machen. Also genauso, wie es weltliche Täter auch tun.
      Es ist eine Sache was geschrieben steht, wichtiger ist aber, was gesagt und gemacht wird.

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